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Early Adaptors (englisch): Begriff aus der Diffusionsforschung (zu deutsch: frühzeitige Anwender), der sich auf Menschen bezieht, die die neuesten technischen Errungenschaften oder die neuesten Varianten von Produkten oder modischen Accessoires unmittelbar nach Markteinführung, oder schon davor, nutzen.

EBNE (englisch): Excellent but not enough (zu deutsch: Schon sehr gut - aber noch nicht gut genug); von de Bono geprägter Begriff, um nicht die erst-beste Lösung zu akzeptieren, sondern nach weiteren Ideen Ausschau zu halten.

Echoisches Gedächtnis: Aufrechterhaltung von auditiven Informationen im Gehirn für eine kurze Zeitspanne.

Edutainment: Zeitgemäße Form der Wissensvermittlung, die den Erlebnischarakter betont; Kombination von Education (deutsch: Erziehung, Ausbildung) und Entertainment (auch Infotainment genannt).

EEG: a) Abk. für Elektro-Enzephalografie: Eine Methode der medizinischen Diagnostik zur Messung der summierten elektrischen Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche. b) Abk. für Elektro-Enzephalogramm: Die grafische Darstellung dieser Schwankungen. Das EEG ist eine standardmäßige Untersuchungsmethode in der Neurologie.

Efferenz: In der Neurophysiologie und Neuroanatomie: Bezeichnung für die Nervenfaser eines Neurons, die Aktionspotenziale vom Zentralnervensystem zur Peripherie oder den Erfolgsorganen leitet; s. auch Afferenz.

Ego: Selbst-Sinn.

Einfallsreichtum: Fähigkeit von Personen, viele Einfälle und Ideen zu produzieren; umgangssprachlich oft auch "blühende Phantasie" genannt.

Einfluss: Ausprägungsgrad, inwieweit eine Person z.B. Entscheidungen treffen kann.

Einflussfaktoren: Faktoren internaler oder externaler Art, die sich auf kreative Personen, Prozesse oder das kreative Panorama, und damit auch auf das kreative Produkt auswirken können.

Einstellung: Position, Disposition und Auftreten in Bezug auf Personen, Dinge, Aktionen und Weiteres.

Einstimmung: Ganz ankommen und die Vorbedingungen schaffen, um sich auf die jeweilige Situation, die Partner, das Team und die Aufgabenstellung in einem bestimmten Kontext neugierig und offen einlassen zu können.

Eintragungshindernis: Ein Begriff aus dem Erfinderbereich: Gründe, die gegen die Eintragung einer Marke oder eines Patentes sprechen (z.B. Verletzung älterer Schutzrechte).

Einwandbehandlung: Methode aus der Argumentation, bei der ein Einwand durch Gegenargumente entkräftet werden soll.

Elaboration: Ausarbeitung. Kreative Phase der sorgfältigen Ausarbeitung einer Idee oder eines Lösungsansatzes; meist einhergehend mit einer Strukturierung der vorhandenen/ gesammelten Gedanken.

Elektronisches Brainstorming: Brainstorming unter Zuhilfenahme elektronischer Medien und Unterstützungssystem, die intra- und interpersonelle Ideengenerierung fördern.

Elementarisierung: Rückführung eines fachlichen Inhalts auf einen grundlegenden Teilaspekt, wodurch der Inhalt für einen ausgewählten Lernendenkreis verständlich wird; Maßnahme der didaktischen Reduktion.

Elimieren: Ausschalten, aussondern.

Elizitieren: Herausfinden; auch: Sammeln von Informationen.

Embodiment: In der Psychologie die Bezeichnung für die Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche.

Emergentive Kreativität: Von Taylor geprägter Begriff, der die seltene Form von Kreativität beschreibt, die große Leistungen hervorbringt (s. auch H-Kreativität).

Emotion: Gefühl, Gefühlsregung, Stimmungslage.

Emotionale Blockaden: Gefühlsmäßige Aspekte der Persönlichkeit, die aktuell (z.B. Angst, Wut) oder überdauernd (z.B. z.B. mangelndes Selbstbewusstsein) Kreativität behindern; s. auch Blockaden.

Emotionale Intelligenz: Sammelbegriff für Persönlichkeitseigenschaften und Fähigkeiten (ursprünglich nach Salovey/ Mayer), welche den Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen betreffen; populär wurde der Begriff durch Goleman, der ihn so definierte: "die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen".

Emotionale Sensitivität: Besondere emotionale Empfindsamkeit, die oft Künstlern zugeschrieben wird.

Emotivität: Ausgeprägte Erregbarkeit.

Empathie: Einfühlungsvermögen, Mitgefühl.

Empirie: Eine im Labor oder außerhalb durchgeführte Sammlung von Informationen, die auf gezielten Beobachtungen beruhen.

Empirisch: auf Erfahrung beruhend; aus Erfahrung gewonnen.

Empirismus: Erkenntnistheoretische Grundposition, nach der alle wahren Erkenntnisse aus Sinneserfahrungen, Beobachtungen oder dem Experiment stammen.

Endogen: Aus dem Inneren eines Systems heraus (von innen her) entstehend und wirkend; s. auch exogen.

Endorphine: Körpereigene Opiate von Wirbeltieren, die in der Hypophyse und im Hypothalamus produziert werden; umgangssprachlich auch Glückshormone genannt.

Engramm: Gedächtnisspur; physiologische Spur, die eine Reizeinwirkung als dauernde strukturelle Änderung im Gehirn hinterlässt. Alle Engramme in einem Gehirn zusammen ergeben das Gedächtnis.

Enkaustik: Eine künstlerische Maltechnik, bei der in Wachs gebundene Farbpigmente heiß auf den Maluntergrund aufgetragen werden; in der traditionellen Vorstellung der Künstler wurden die eigenen materialisierten Gedanken mit Feuer unvergänglich auf der Malfläche eingebrannt.

Enkodierung: Einspeicherung von Informationen.

Ensemble: Gesamtheit, Spielgemeinschaft.

Entdeckung: a) Fund, Feststellung oder Kenntniserlangung/ Erkennen von etwas, zur Zeit der Entdeckung bereits Vorhandenem, das aber bislang unbekannt war und dessen Nutzen unbestimmt ist; b) auch: erstmalige Beschreibung eines Naturgesetzes oder eines aus Naturgesetzen abgeleiteten Gesetzes. Vgl. auch Erfindung.

Enthemmung: Befreiung von (geistigen) Hemmnissen; in Ideenworkshops oft ein wesentliches Element vor der eigentlichen Ideenfindung.

Enthusiasmus: Begeisterung.

Entität: Einheit.

Entscheidungsfindung: Prozess der bewussten Auswahl zwischen Alternativen.

En vogue (französisch): In Mode.

Eo ipso (lateinisch): Von selbst.

Epilog: Nachwort.

Episodisches Gedächtnis: Komponente des Langzeitgedächtnisses, die verantwortlich ist für das Enkodieren, Speichern und Abrufen von spezifischen Ereignissen und Episoden, die Menschen in ihrem Leben erfahren haben.

Epistemologie: Erkenntnistheorie; ein fachübergreifendes Diskussionsfeld der Philosophie, das sich mit der Frage befasst, wie Wissen zustande kommt.

Epochal: Bahnbrechend, revolutionär; verleichbar mit dem englischen breakthrough.

Epoche: Phase, Zeitabschnitt; auch: Zeitalter.

EQ: Abkürzung für emotionale Intelligenz (nach Goleman); wird gelegentlich missverständlich interpretiert, da es sich hierbei nicht um einen Quotienten handelt.

Equilibrium: Gleichgewicht, Ausgewogenheit, Balance.

Erfahrung: Ein bestimmtes Erlebnis eines Menschen, in Form eines von ihm selbst wahrgenommenen und erlebten Ereignisses, das gespeichert wird.

Erfahrungslernen: Lernen durch Erfahrung, wobei der Lernende aktiver Teil des Lernprozesses ist.

Erfahrungswert: Angenäherte, wissenschaftlich nicht beweisbare oder belegte, Lösung zu einem Problem, die sich aus der persönlichen oder kollektiven Erfahrung ableiten lässt.

Erfindung: Schöpferische Leistungen (auf technischem Gebiet), durch die eine neue Problemlösung, also die Erreichung eines neuen Zieles mit bekannten Mitteln oder eines bekannten Zieles mit neuen Mitteln oder eines neuen Zieles mit neuen Mitteln, ermöglicht wird; allgemeiner: Handlungsanleitungen, die zeigen, wie man Naturkräfte (in bisher nicht gekannter Konstellation) einsetzt, um ein bestimmtes Problem zu lösen und ein Ziel zu erreichen. Im Unterschied zur Entdeckung.

Erfolgsfalle: a) Erfolgsdruck, der eine Denkblockade auslöst; b) Beständiger Erfolg mit der gegenwärtigen Situation sichert den Status quo und verhindert neue Ideen; c) Der Erfolgsdruck führt dazu, dass vorhandene mittelmäßige Ideen aufpoliert werden, damit sie nach einem Erfolg aussehen

Erfolgsorgan: Endziel einer efferenten (s. Efferenz) Erregung; ausführendes/ umsetzendes Organ.

Erregungsleitung: Ausbreitung einer Erregung in Zellen und auf andere Zellen im Organismus; speziell im Zusammenhang mit Nervenzellen von Bedeutung.

Ersparnismethode: Vorgehensweise um die Gedächtnisleistung zu messen.

Erstbeste Lösung: Lösungen, die zu Beginn einer Ideenfindungsphase genannt werden und deren Nachteil oft darin liegt, dass sie vermeintlich gut oder brauchbar sind; dadurch wird die Suche nach weiteren, oft besseren, Alternativen häufig eingestellt.

Eselsbrücke: Umgangssprachlicher Ausdruck für Merkhilfe.

Ethik: Moralische Geisteshaltung.

Ethischer Imperativ: Handlungsverständnis, das fragt, was gemäß dem geltenden Werteverständnis alles gemacht werden kann; s. auch technischer Imperativ, kategorischer Imperativ, kreativer Imperativ.

Etymologie: Lehre/ Wissenschaft von Herkunft, Ursprung und Entwicklung der Wörter.

Euphemismus: Beschönigung, i.S.v. beschönigende Darstellung eines Sachverhalts oder einer Person/ Personengruppe.

Euphemistisch: Beschönigend.

Euphorie: Hochgefühl i.S.v. übersteigert heitere/ zuversichtliche Gemütsstimmung.

Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation: Die Europäische Union ernannte das Jahr 2009 zum offiziellen Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation (englisch: European Year of Creativity and Innovation, kurz: EYCI) um auf die Bedeutung dieser beiden Kernkompetenzen aufmerksam zu machen.

Eu-Stress: Positive, aktivierende, bestärkende Form des Stresses; Gegenteil von Dis-Stress.

Evaluation: Systematischer Prozess des Analysierens und Verfeinerns von Optionen und des Treffens und Rechtfertigens von Entscheidungen.

Evident: Augenscheinlich, offenbar.

Evidenz: Die genaue Beschreibung des sinnlich Wahrnehmbaren. Konkrete geistige Vorwegnahme eines erwünschten Ergebnisses; wesentlich bei der Formulierung von Zielen.

Evokation: Erwecken von Vorstellungen.

Evolution: Fortentwicklung, Fortgang, Weiterentwicklung; s. auch Revolution.

Evolutionäre Veränderung: Veränderung, die einen graduellen/ schrittweisen Unterschied im Vergleich zu bisherigen Ansätzen (Prozessen, Produkten) bewirkt; im Gegensatz zur revolutionären Veränderung. Geht oft einher mit Sekundärkreativität.

Ex aequo (lateinisch): Gleichermaßen, auf gleichem Rang.

Exaptation: Kreative Zweckentfremdung i.S.v. einer, einem ursprünglichen Zweck entfremdeten Funktionsübernahme; in der Evolutionsbiologie: Nutzbarmachung einer Eigenschaft für eine Funktion, für die sie ursprünglich nicht entstanden war.

Exemplar: Einzelner Bestandteil einer übergeordneten Kategorie.

Exemplarisch: Beispielhaft.

Existenzielle Intelligenz: Eine Ausprägungsform der Intelligenz nach dem Multiplen Intelligenz-Konzept von Gardner (auch als spirituelle Intelligenz bezeichnet); bezeichnet die Fähigkeit, wesentliche Fragen des Daseins zu erkennen und Antworten darauf suchen.

Exkurs: Selbständige und in sich geschlossene Abhandlung oder Abschweifung im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit; auch: kurze schriftliche Ausarbeitung oder fachbezogene Ergänzung in einem Vortrag bzw. Einschub eines Themas in einen Text, der mit den übrigen Themen nur entfernt zu tun hat. Gelegentlich auch: Abschweifen.

Exkursion: Ausflug.

Exogen: Außerhalb liegend; auch: Durch äußere Ursachen entstanden.

Exotelisch: Handeln aus "anderen" (nicht intrinsisch) Beweggründen, um ein nachgeordnetes Ziel zu erreichen.

Expedition: Entdeckungs- oder Forschungsreise einer Gruppe oder einer Person.

Experiment: Versuch, Test, Testlauf, Probelauf.

Experte: Fachperson, Könner, Kapazität; oft auch i.S.v. Spezialist gebraucht.

Expertenwissen: Fachwissen, Spezialwissen, Expertise. Kann im kreativen Prozess von Vorteil sein, wenn es darum geht, ein Problem zu klären und auch, aus vorgelegten Alternativen die wirksamste auszuwählen; kann dagegen in der Phase der Ideenfindung von Nachteil sein, wenn es darum geht, neue Wege einzuschlagen.

Expertise: Begutachtung, Sachverständigenurteil.

Explizit: Auf eindeutige, klare Weise, ausdrücklich; Gegenteil von implizit.

Explizite Kriterien: Ausdrücklich genannte Kriterien (die z.B. einer Bewertung zugrunde liegen sollen).

Explizites Wissen: Begriff aus der Didaktik: Eindeutig kodiertes und mittels Sprache oder Schrift eindeutig kommunizierbares und speicherbares Wissen; vgl. implizites Wissen.

Exploration: Erkundung, Erforschung; auch: Expedition.

Explorativ: Erkundend, erforschend.

Exponiert: Herausgehoben.

Expose: Bericht, Plan.

Expression: Gebräuchlich i.S.v. Ausdruck.

Expressiv: Ausdrucksstark; ausdrucksvoll.

Extension: Ausdehnung, Erweiterung.

External: Außerhalb einer Person liegend; im Gegensatz zu internal.

Externer Querdenker: Von extern, z.B. außerhalb einer Firma oder einer Arbeitsgruppe geholte Person, die bei einer Problemlösung oder Ideenfindung eine unbelastete Perspektive und frische Gedanken einbringen soll.

Extrapolation: Eine zeitliche Entwicklungsreihe in die Zukunft verlängern (Trendextrapolation).

Extrapyramidalmotorisches System (EPS): Neuroanatomisches und -physiologisches Konzept, in dem sich alle Steuerungsvorgänge der Motorik wiederfinden, die nicht über die Pyramidenbahn des pyramidalen Systems verlaufen.

Extraversion: Eine Persönlichkeitseigenschaft (auch als Extroversion bezeichnet) aus der Persönlichkeits- und Differenziellen Psychologie (nach Eysenck), die sich durch eine, nach außen gewandte Haltung auszeichnet.

Extrazellulär: Außerhalb einer Zelle.

Extrinsisch: Außerhalb, von außen kommend; Beispiel: extrinsische Motivation.

Extroversion: Begriff aus der differentiellen Psychologie (auch Extraversion benannt), der von C.G.Jung in die Persönlichkeitspsychologie eingeführt wurde; bezeichnet den Grad der nach außen-Gewandtheit einer Person.

Exzentrik: Tendenz zu andersartigem, von der sozialen Norm, abweichendem Verhalten; wird immer wieder auch mit kreativen Personen in Verbindung gebracht.

Exzentrisch: Abweichung vom Mittelpunkt, der Symmetrie oder der Norm, i.S.v. ausgefallen, aber auch überspannt.

EYCI: Auch EYCI 2009, s. Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation 2009.

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