Zentrale Körper-Themen (Physiologie, Anatomie & verwandte Themen), Themenglossar

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Die nachfolgenden Glossareinträge stammen aus dem Bereich Zentrale Körper-Themen (Physiologie (Funktion des Organismus), Anatomie (Lehre der normalen Struktur des Körpers) & verwandte Themen); sie werden in diesem speziellen Themen-Glossar zur schnellen spezifischen Auffindbarkeit noch einmal separat auf einer eigenen Seite aufgeführt.


Wenn sich ein gesuchter Begriff nicht in diesem Themenglossar wiederfindet, wurde er möglicherweise einem anderen Themenglossar zugeordnet und ist dort auffindbar. In jedem Fall findet er sich aber im Hauptglossar wieder, wenn er im weitesten Sinne einen Bezug zum Thema Kreativität aufweist.

Generell gilt: Kursiv gedruckte Begriffe stellen ein Stichwort mit einem eigenen Glossarvermerk dar. Mit einem Link hinterlegte Begriffe führen zu einem eigenen Artikel.



A

Adäquater Reiz: In der Sinnesphysiologie ein Reiz, für den ein Rezeptor die größte Empfindlichkeit besitzt (z.B. Licht für die Photorezeptoren im Auge, Temperatur für Thermorezeptoren der Haut); vgl inadäquater Reiz.

Agonist: Haupthandelnder, Tätiger; s. auch Antagonist.

Agonistisch: Gleichgerichtet, i.S.v. zusammenspielend; vgl. antagonistisch.

Antagonismus: Gegensatz, Widerspruch, Ungleichheit.

Antagonist: Gegenspieler, Kontrahent, Widerpart, Widersacher; s. auch Agonist.

Antagonistisch (Adjekt.): Gegensätzlich.

Autonom geschützte Reserve: Natürliche Leistungsgrenze; Grenze der psycho-physischen Leistungsfähigkeit, die eine gewisse "Notfallreserve" zurückbehält. Sie ist nur unter Einsatz externer Hilfsmittel (Alkohol, Drogen) oder in lebensbedrohlichen Situationen (Schutzreflex) zugänglich.

Autonomie: Unabhängigkeit von Anderen, Eigenständigkeit.


B

Beharrungszustand: S. steady state.

Bewegungskopplung: Verbindung mehrerer Teilkörperbewegungen zu einem geordneten Bewegungsablauf.


C

D

Distal (Adjekt.): Von der Körpermitte/ dem Körperstamm nach außen wegführend (in der Physiologie/ Anatomie).

Droge: Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Jeder Wirkstoff, der in einem lebenden Organismus Funktionen zu verändern vermag, worunter im Allgemeinen aber keine Nahrungsmittel gefasst sind; im gesellschaftlichen Sprachgebrauch: Stoffe und Zubereitungen, die primär zur Erzeugung eines Rauschzustandes oder zur Befriedigung einer Sucht verwendet werden.


E

F

G

H

Homöostase: Physiologisches Streben nach Einhaltung eines Gleichgewichts; auch: Gleichgewichtszustand innerhalb zulässiger Grenzen.

Hormone: Sammelbezeichnung für verschiedene biochemische Botenstoffe; sie werden von spezialisierten Zellen produziert und abgegeben, um spezifische Wirkungen oder Regulationsfunktionen im Organismus zu erreichen.


I

Inadäquater Reiz: In der Sinnesphysiologie ein Reiz, der der Sinneszelle nicht entspricht bzw. auf ein bestimmtes Sinnesorgan nicht oder nur bei sehr hohen Intensitäten erregungsauslösend wirkt; vgl. adäquater Reiz.


J

K

Konstitution: Beschaffenheit.


L

Lead System (englisch): zu deutsch: Leitsystem; das bevorzugte Repräsentationssystem (VAKOG), mit dem Informationen bewusst oder unbewusst aufgenommen werden.


M

N

O

Overshoot (englisch): S. Superkompensation


P

Physiognomie: Äußere Erscheinung, Erscheinungsbild.

Physiologisch (Adjekt.): Körperlich, die Physis betreffend; auch: Natürlich oder den normalen Lebensvorgängen entsprechend. Oft gebraucht im Gegensatz zu psychologisch.

Physisch: Natürlich, körperlich.

Proximal (Adjekt.): Zu der Körpermitte/ dem Körperstamm hinführend.


Q

R

REM (englisch): Abkürzung für Rapid Eye Movement (deutsch: schnelle Augenbewegungen); eine Schlafphase, die unter anderem durch Augenbewegungen und lebhaftes Träumen gekennzeichnet ist.

Regeneration: Erholung, Wiederherstellung.

Rekreation: S. Regeneration.

Reiz: a) Anregungen der inneren oder äußeren Umwelt, die auf ein System (etwa Organismus (z.B. Sinnesorgane oder Muskulatur)) einwirken, und dort eine bestimmte, nicht vom Willen gesteuerte Reaktion (Erlebens- oder Verhaltensweise) auslösen; b) i.S.v. Anreiz: Stimulation, etwas zu tun oder zu lassen. Eine durch den Reiz bewirkte Erlebens- oder Verhaltensweise wird nachfolgend als Reaktion bezeichnet.

'Reizadaption (Reizanpassung)': Nach und nach geringere Reizantwort eines Rezeptors auf einen gleichbleibenden Impuls/Reiz; Anpassung des Organismus bzw. betimmter Sinnesorgane, auch zur Verhinderung von Reizüberflutung.

Reizdauer: Zeitliche Dauer eines einwirkenden Reizes.

Reizdichte (auch: Reizfrequenz): Zeitliches Verhältnis von Be- und Entlastungsphasen während einer Reizschwelle. Mindestreizstärke, bei der gerade noch eine Reaktion ausgelöst wird.

Reizfilterung: Selektive Wahrnehmung durch Klassifizierung und Auswahl von Sinneseindrücken auf den unterschiedlichsten Ebenen der Reizverarbeitung; zentrale Fähigkeit zum Überleben in der Umwelt.

Reizfrequenz: S. Reizdichte.

Reizhäufigkeit; Anzahl der wirksamen Reize in einer Trainings- und/oder Zeiteinheit.

Reizintensität (auch Reizstärke); Stärke eines einwirkenden Reizes.

Reizkomplexität: S. Reizvariabilität.

Reiz-Reaktions-Schema/ -Mechanismus: Ausdruck für eine unmittelbare Verknüpfung eines auslösenden Reizes mit einer automatisch folgenden Reaktion (klassische Konditionierung); ein bekanntes Beispiel dafür ist der Pawlowsche Hund (nach Pawlow).

Reizschwelle: Funktionale Bezeichnung für die geringste Stärke einer physiologischen oder chemischen Einwirkung (Reiz) auf einen Organismus / ein Neuron, die im Stande ist, eine entsprechende Reaktion bzw. ein Aktionspotenzial auszulösen; vgl. auch Schwellenpotenzial.

Reizsetzung: Bewusstes bzw. geteuertes Setzen eines Reizes bzw. Impulses.

Reizstärke: S. Reizintensität.

Reizstufenregel (auch: Roux-Prinzip): Aussage, dass ein Reiz für eine Trainingswirksamkeit einen kritischen Schwellenwert überschreiten muss, damit es zu einer Anpassungsreaktion komm; dazu werden Reize in 4 Gruppen eingeteilt (unterschwellig - schwach überschwellig - stark überschwellig - zu starke Reize). Allerdings können gleiche Reize je nach Trainingszustand völlig unterschiedliche Auswirkungen haben; optimal gesetzte/dosierte Reize führen nach dem Reizschwellengesetz im Organismus zu einer Superkompensation.

Reizüberflutung: Überforderung eines Systems/ Organismus durch eingehende Reize (durch Intensität, Umfang und/oder Häufigkeit); Überforderung an Sinneseindrücken, die nicht mehr (richtig) verarbeitet werden können.

Reizumfang: Quantität/ Menge eines einwirkenden Reizes.

Reizvariabilität; Einseitigkeit und/oder Vielseitigkeit eines einwirkenden Reizes.

Reizwirkung: S. Reizstufenregel.


S

Steady state (englisch): Stabiler Zustand eines Systems, das sich in einem Gleichgewicht der Kräfte befindet und bemüht, diesen Zustand aufrechtzuerhalten; auch: Beharrungszustand, Dauerzustand.

Superkompensation: Überkompensation (englisch: Overshoot); aus dem Sport bekanntes physiologisches Prinzip, das besagt, dass der Organismus in der Ruhephase nach einer Belastung die Leistungsfähigkeit über das ursprüngliche Niveau hinaus steigert und über einen bestimmten Zeitraum auf diesem Niveau hält. Forschungen gehen von ähnlichen Mechanismen im Gehirn aus.


T

U

Überkompensation: S. Superkompensation.

Übererregbarkeit: Immanente Fähigkeit oder Tendenz, mit übergroßer Intensität oder Sensitivität auf äußere intellektuelle, emotionale oder andere Reize zu reagieren.


V

Vitamine: Organische Verbindungen, die der Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt; da sie der Stoffwechsel zum größten Teil nicht selbst herstellen kann, müssen sie mit der Nahrung aufgenommen werden. Einigen Vitaminen wird aufgrund ihrer Eigenschaften eine Förderung der kreativen Leistungsfähigkeit nachgesagt (A, E, B, C).


W

Y

YoYo-Effekt: Physiologischer Effekt, bei dem eine (positive/ neue) Wirkung keine Nachhaltigkeit besitzt, sondern der vorausgegangene (negative/ alte) Ausgangszustand sich langfristig automatisch wieder herstellt (Beispiel: Diät); in Ansätzen übertragbar auf mentale Vorgänge (z.B. nachlassende Wirkung nach einem Trainingsbesuch mit zeitlichem Abstand).


Z

Zellbiologie: Spezielles Feld der Biologie, das mit Hilfe molekularbiologischer Methoden die Zelle erforscht, um biologische Vorgänge auf zellulärer Ebene aufzuklären.

Zellulär: Eine Zelle betreffend; s. Zellbiologie.

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