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Kreativitäts-Glossar: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Mäeutik: Lehre durch Gespräch; auch: Lehre durch Selbsterkenntnis.

Magna Charta (lateinisch): Grundsatzerklärung.

Magnetresonanztomographie: Abkürzung MRT (im englischen MRI); bildgebendes Verfahren, das vor allem in der medizinischen Diagnostik zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe, Organe und Hirnregionen im Körper eingesetzt wird.

Mainstream (englisch): Bezeichnung für den kulturellen Geschmack einer aktuellen Mehrheit.

Mainstreaming (englisch): Im positiven Sinne: Bezeichnung für die Integration von Randgruppen zur Besserstellung; Bsp.: Gender Mainstreaming (Geschlechtergleichstellung), Disability Mainstreaming (Gleichstellung von Behinderten); im negativen Sinne: Gleichmacherei und Konformitätsdruck.

Marginal: Nebensächlich, unbedeutend, unerheblich, unwichtig.

Marke: Schutzfähiges Zeichen einer Ware oder Dienstleistung; Eintragung möglich beim DPMA.

Maskierung: In der Lernpsychologie: Störung der Verarbeitung eines zu lernenden Materials durch einen störenden Reiz; das zu Lernende wird durch das gleichzeitige oder zeitnahe Auftreten des Störreizes in Form einer zusätzlichen Wahrnehmung "maskiert" und nachfolgend oft ausgelöscht.

Matrix: Zwei- oder mehrdimensionales Raster zur Erfassung und Darstellung von Werten.

Mediation: Vermittlung; oft im praktischen Sinne verstanden als strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung oder Vermeidung eines Konfliktes.

Mediator: Vermittler.

Mediendidaktik: Lernen mit mediengestützten Medienangeboten.

Meditation: Achtsamkeits- oder Konzentrationsübung, um den Geist zu sammeln, mit dem Ziel der langfristigen Bewusstseinserweiterung.

Mehrwert: S. Zusatznutzen.

Meilenstein: Checkpunkte zur Kontrolle der Zielerreichung, z.B. in einem Maßnahmenplan oder einer Aktionsliste.

Melancholiker: Schwermütiger Mensch.

Mem: Konzept (von Dawkins), dass Information als eine, aus kleinsten Informationsbausteinen (Meme) bestehende Einheit bezeichnet; vergleichbar den Genen in der Biologie. Meme sind Gedankeneinheiten, sie verhalten sich ähnlich wie Gene, in dem sie Instruktionen beinhalten; diese Instruktionen werden durch Lernen und Austausch weitergegeben.

Membranpotenzial: In der Zellbiologie: Die elektrische Spannung, die zwischen der Innen- und Außenseite einer Biomembran anliegt.

Memetik: Die Lehre vom Informationsaustausch, basierend auf dem Konzept der Meme (nach Dawkins).

Mental: Geistig, in Gedanken; aus Gedanken hervorgehend.

Mentales Lexikon: Oberbegriff für die Art und Weise, wie das Gehirn Vokabular und die Bedeutung der einzelnen Wörter organisiert.

Mentales Training: Oft im Leistungssport angewandte Methode der bewussten Vorstellung von Technikabläufen, Leistungen oder idealen Ergebnisse; als ergänzendes Training mit, in Untersuchungen, nachgewiesenem Trainingseffekt mittlerweile anerkannt.

Mentalität: Denkweise, Geisteshaltung.

Mentee: Person, die von einem Mentor betreut wird.

Mentor: Ratgeber, erfahrener Berater; im übertragenen Sinn ein geistiger Anleiter und Ratgeber eines Jüngeren oder weniger Erfahrenen (Mentee).

Mentoring: Tätigkeit einer erfahrenen Person (Mentor), die ihr fachliches oder ihr Erfahrungs-Wissen an eine unerfahrenere Person (Mentee) weitergibt.

Merkbilder: Methode der Mnemotechnik, die bevorzugt Bilder einsetzt zur Aktivierung der visuellen Erinnerungszentren des Gehirns einsetzt.

Merkhilfe: Hilfsmittel realer oder mentaler Art zur Einprägung von Informationen.

Metakognition: Auseinandersetzung mit den eigenen kognitiven Prozessen (Gedanken, Meinungen, Einstellungen usw.), also das "Wissen über das eigene Wissen"; oft ein fließender Übergang zu Kognition.

Meta-Modell: Spezielle Fragetechniken, die dem exakten Hinterfragen von Situationen oder Aufgabenstellungen dienen.

Metapher: Gleichnisse, Parabeln, Analogien, indirekte Kommunikation mit einer Geschichte; regen über die Phantasie das Unbewusste an.

Meta-Position: Beobachter-Position, die über den Dingen steht und einen Prozess "von außen", außerhalb des Systems (dissoziiert) wahrnimmt. Abgeleitet vom griechischen "Meta" (über).

Metaprogramme: Sortierkriterien/ Filter, die ein Mensch internal (mental) verwendet, um Wahrnehmungen und Verhalten mit Bedeutung zu versehen. Metaprogramme werden durch unterschiedliche Einflüsse geprägt und können in unterschiedlichen Kontexten variieren.

Methodenkompetenz: Befähigung zur Anwendung bestimmter Lern- und Arbeitsmethoden; Teil der Handlungskompetenz.

Milieu: Peripherie, Umgebung; auch: Soziale Umgebung.

Millennium: Jahrtausend.

Milton-Modell: Kunstvoller Gebrauch von wagen, unbestimmten Sprachmustern (nach dem berühmten Hypnotherapeuten Milton Erickson), um Zugang zu den Erfahrungen eines anderen zu haben und dessen unbewusste Ressourcen zu nutzen und die Möglichkeit offenzulassen, dass jeder sein eigenes Erleben zu diesem Wort assoziiert; kommt vielfach in Phantasiereisen oder Imaginationstechniken zum Einsatz.

Mimikry: Tarnung.

Missing Link (englisch): Fehlendes (Zwischen-)glied.

Mission: Auftrag.

Mnemonik: s. Mnemotechnik.

Mnemotechnik: Gedächtniskunst (oft auch "Mnemonik" genannt); Kunstwort aus der Lernforschung, das die Entwicklung von Lern- und Merkhilfen bezeichnet, die der Verbesserung des Speicherns und Behaltens von Informationen im Langzeitgedächtnis dienen.

Mnemotechnisch: Auf die Gedächtniskunst/ das Anlegen/ Nutzen von Gedächtnishilfen bezogen.

Mnemotechnische Mentalfaktoren: Sieben definierte Schritte/ Funktionen innerhalb der Mnemotechnik (Assoziation, Fantasie, Logik, Transformation, Visualisierung, Emotion, Lokalisation).

Mnemotisch: Auf die Gedächtniskunst/ das Anlegen/ Nutzen von Gedächtnishilfen bezogen.

Mobilität: Geistige oder körperliche Beweglichkeit.

Modalität: Übergeordnetes Bezugssystem nachgeordneter Submodalitäten; z.B. im Bereich der persönlichen bevorzugten Repräsentationssysteme: Visuell (Submodalität z.B.: farbig, bewegt) * Auditiv (Submodalität z.B.: laut, Surround-sound) * Kinästhetisch (Submodalität z.B.: fest, permanentdruck). Auch: Art und Weise.

Modell: a) Auf Hypothesen beruhendes wissenschaftliches Hilfskonstrukt zur Modellierung u.a. natürlicher oder gesellschaftlicher Phänomene; b) Eine praxisorientierte Beschreibung davon, wie etwas funktioniert; c) Eine Person, die genau das, was jemand modellieren möchte, schon hat und kann.

Modellieren: Herausarbeiten der Fähigkeiten, die jemand, der in einer bestimmten Hinsicht als Vorbild dient, bereits hat; das genaue Herausfinden von Gedanken, Strategien, Einstellungen und Verhaltensweisen, die zu einem Zustand von Exzellenz führen: WIE genau macht jemand etwas, was er/ sie (gut/ hervorragend) macht.

Moderation: a) Tätigkeit, ein Gespräch zu lenken oder lenkend in eine Kommunikation einzugreifen; b) Methode zur gemeinsamen Arbeit in Gruppen, mit dem Ziel, mit allen Gruppenmitgliedern einen gemeinsamen Lernprozess zu gestalten.

Moderator: Person, die einen Prozess steuert und begleitet (englisch: Facilitator, zu deutsch etwa: Erleichterer); sie muss inhaltlich neutral, dafür aber methoden- und prozesskompetent sein.

Modifikation: Veränderung.

Modifizieren: Ändern, abwandeln.

Modulation: Änderung, Abwandelung; auch: Verändern der Schwingung.

Modus operandi: Arbeits-Modus, Art und Weise des Handelns.

Moment of Silence (englisch): (deutsch: Moment des Schweigens oder auch Toter Punkt) Zeitpunkt in einer Brainstorming- oder Ideenfindungs-Sitzung, der oft nach einer Abladephase auftritt; die ersten, naheliegenden Einfälle sind geäußert, der erste Redefluss versiegt, Ruhe kehrt in einer Gruppe ein. Für die Ideenfindung ist es wichtig, über diesen Punkt hinwegzukommen (s. Stretching-Phase).

Monostruktur: Das eigene Angebot nur auf ein Produkt oder eine Dienstleistung stützen.

Morphem: Kleinste bedeutungstragende Einheit/ Element (Zeichen) einer Sprache; lässt sich auch als kleinste semantisch interpretierbare Konstituente eines Wortes bezeichnen

Morphogenetische Felder: Theorie (nach Ruppert Sheldrake), nach der eine Wissensübertragung auch in "Feldern" stattfinden kann - mit dem (bereits nachgewiesenen) Effekt, dass manchmal ein bestimmtes Wissen fast zeitgleich an zwei ganz unterschiedlichen Welt "auftaucht" und entsteht.

Morphologie: Lehre von der Gestalt, Form und Struktur von Lebewesen und Materie; im engeren Sinne: Zergliedern eines Problems in aufeinander folgende Stufen, welche ihrerseits in Elemente (Lösungsmöglichkeiten) aufgeteilt werden.

Motiv: S. Motivator.

Motivation: Gesamtheit der Beweggründe.

Motivator: Beweggrund.

Motologie: Wissenschaft, die sich mit der Motorik befasst.

Motoneuron: Zusammenfassender Begriff für die efferenten Nervenzellen des Körpers.

Motorcortex: Abgrenzbarer Bereich der Großhirnrinde und funktionelles System, von dem aus willkürliche Bewegungen gesteuert und aus einfachen Bewegungsmustern komplexe Abfolgen zusammengestellt werden.

Motorik: Fähigkeit des Körpers, sich zu bewegen.

Motorische Einheit: Umfasst alle von einem Motoneuron innervierten Muskelfasern und das Motoneuron' selbst; kleinste funktionale Einheit der Motorik.

Motorische Endplatte: Bereich, wo die Erregung von einer Nervenfaser auf die Muskelfaser übertragen wird.

Motorisches Neuron: S. Motoneuron.

MRT: S. Magnetresonanztomographie.

Multidimensional: Mehrdimensional, mehrere Dimensionen umfassend.

Multikulturalität: Gesellschaft, in der viele Kulturen eigenständig (und z.T. abgegrenzt) nebeneinander existieren; s. auch interkulturell und Transkulturalität.

Multimind: Konzept des menschlichen Geistes (nach Ornstein), das Geist als Ansammlung teilweise selbständiger Module ("Geistchen") auffasst.

Multiple Intelligenzen: Konzept (nach Howard Gardner), der verschiedene Formen von Intelligenz unterscheidet und als eigenständige Bereiche ansieht; die Theorie wurde u.A. entwickelt, um die Fixierung auf die klassischen psychometrischen Intelligenztests in Frage zu stellen. Das klassische Konzept unterschied sieben Formen: Sprachlich-linguistische, logisch-mathematische, musikalisch-rhythmische, bildlich-räumliche, körperlich-kinästetische, interpersonale (auch soziale), intrapersonale Intelligenz; in neueren Veröffentlichungen kamen hinzu: Naturalistische und existenzielle/ spirituelle Intelligenz. Desweiteren hat Gardner auch die kreative Intelligenz angeführt.

Multiple Kreativitäten: Denkansatz (nach Luther), der Kreativität nicht als Entität betrachtet, sondern als ein Konstrukt, das sich aus vielen verschiedenen, autarken Kreativitäten/ Kreativitätsfelder zusammensetzt. Jedes dieser Felder (wie z.B. Kunst, Design, Werbung, Innovation, Erfindung, u.v.W.m.) markiert einen eigenständigen Bereich, mit eigenen Intentionen, Gesetzmäßigkeiten und "Werkzeugen"; es gibt Überschneidungen, wobei jeder Bereich für sich autonom ist. Auch bekannt als kreative Multiversum-Theorie.

Multipolar: Mehrere Pole besitzend, mehrpolig, vielpolig; oft einhergehend mit einem analogen Verständnis oder auch einer Fuzzy-Logik. S. auch unipolar und bipolar.

Multisensorisch: Sinnesübergreifend, unter Einbezug mehrerer oder aller Sinne (vgl. VAKOG).

Multitasking: Mehrprozessfähigkeit; bei Menschen: Fähigkeit, mehrere Dinge zur gleichen Zeit zu tun.

Muse: Anregend inspirierende Freundin eines Künstlers oder einer "ideenbedürftigen" Person; ursprünglich: Griechische Göttin der Künste.

Musikalisch-rhythmische Intelligenz: Eine Ausprägungsform der Intelligenz nach dem Multiplen Intelligenz-Konzept von Gardner; bezeichnet die Begabung zum Musizieren, zum Komponieren und Sinn für die musikalischen Prinzipien.

Muster: Die Gesamtheit nicht signifikanter, besonderer Unterschiede; auch: Struktur. Kommt in vielen Bezügen vor, wie z.B. Verhaltensmuster, Problemmuster, Denkmuster, Bewegungsmuster u.W.m..

Myelin: Lipidreiche Biomembran, welche die Axone der meisten Neuronen spiralförmig umgibt und elektrisch isolierend wirkt.

Myelinscheide: S. Myelin.

Mythos: Vermeintliche Wahrheit, Sage, Überlieferung; individueller oder kollektiver unbewiesener Glaubenssatz oder unbestätigtes Gerücht (z.B.: "Die Erde ist eine Scheibe", "Nichts wird jemals fliegen können, was schwerer ist als Luft", "Kreativität ist nur wenigen Auserwählten vorbehalten"). Auch Resultat einer fehlerhaften, unlogischen oder pseudo-logischen Beweisführung.

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