Brainwalking klassisch

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Das klassische Brainwalking (nach Fritz Hellfritz 1978) bezeichnet ein freies Ideensammeln durch Aufschreiben auf im Raum verteilten Plakaten, unter Einbezug von Bewegung und unter Beachtung einiger Brainstorming-Grundprinzipien; zum Einsatz können dabei inhaltsgleiche wie auch inhaltsunterschiedliche Fragestellungen kommen. Es wird vorwiegend für Gruppen genutzt; dabei wechseln, im Gegensatz zum Brainwriting, nicht die Blätter, sondern die Teilnehmenden ihre "Plätze", was Bewegung in den gesamten Prozess, wie auch in die Köpfe bringt.

Als Variation kann insbesondere die Positionierung einzelner Plakate, die im Raum "angesteuert" werden, stark verändert werden (Wand, Decke, Fußboden).

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Inhaltsverzeichnis

Technikbeschreibung

Ausführung

  1. Um Ideen zu verschiedenen Fragen oder zu verschiedenen Aspekten einer Fragestellung gleichzeitig zu sammeln, werden mehrere Flipcharts/Pinnwände im Raum verteilt aufgestellt.
  2. Alle Beteiligten bewegen sich frei durch den Raum, kreuz und quer von Plakat zu Plakat und notieren ihre Einfälle und Ideen zu den Fragestellungen. Unter Einhaltung der Brainstorming-Grundregeln ist alles erlaubt, was die Ideenfindung anregt: gegenseitiges Ergänzen, informative Small-Talks, ... .

Hinweise

  • Das Nutzen von Farben und das bewusste Kreuz- und Querschreiben kann die Gedanken zusätzlich stimulieren.
  • Je nach Vereinbarung können Ideen auch laut ausgerufen werden, um die anderen anzuregen.
  • Die Plakate können an ungewöhnlichen Positionen im Raum angebracht sein (wie z.B. auf dem Fußboden, um eine Säule herum, ...).
  • Eine stimulierende Moderation bringt die Teilnehmer in Bewegung und regt sie an, neugierig zu sein.
  • Das Zusammenstellen (und ggf. Variieren) der Fragestellungen und ihr Anbringen im Raum erfordert Vorbereitung.


Variationen

A. Die Teilnehmer haben das Recht, alle anderen Teilnehmer zu einzelnen Plakaten zu einem kurzen "Interims-Brainstorming" einzuberufen, anschließend geht das normale Brainwalking weiter.
B. Das Brainwalking beginnt in einer ersten Runde mit z.B. 3-4 kurzen, gemeinsamen Brainstormings (je Fragestellung und ausgehängter Flipchart eines). Diese werden nun nacheinander an allen bereits vorbereiteten Stationen durchgeführt. Danach beginnt die zweite Runde mit dem eigentlichen, individuellen Brainwalking.
C. Genau umgekehrt: Die erste Runde beginnt mit dem normalen Brainwalking, das alle individuell durchführen. Nach einer vorher festgelegten Zeit wandert die Gruppe dann als "Nachlese" von Plakat zu Plakat. Die Moderation liest jeweils alle Punkte vor und fordert die Gruppe zu Ergänzungen im Brainstorming-Modus auf.


Nutzen

  • Menschen in Bewegung bringen.
  • Miteinander ins Gespräch kommen und sich gegenseitig anregen.
  • Anonymität garantieren (im Vergleich zum Brainstorming)

Vorteile

  • Exzellente Mischung aus „lautem“ und „ruhigem“ Ideensammeln.
  • Bietet bei aller Offenheit eine gewisse Anonymität.
  • Ist vor allem für heterogene Gruppen gut geeignet, da unterschiedliche Ideen zusammengebracht werden, ohne dass sie konfrontativ aufeinanderprallen. Weil Menschen oft "Herdenverhalten" zeigen und sich besonders in der Anfangsphase oft mit anderen Teilnehmern aus der gleichen (Herkunfts-)Gruppe durch den Raum bewegen, erfolgt die Begegnung mit "ungewohnten" Ideen bei dieser Technik oft erst im späteren Verlauf.

Nachteile

  • Die Technik ist raum- und materialintensiv und weniger geeignet für Räume, die durch viele Tische verstellt sind.
  • In der Regel zeitintensiver als etwa ein normales Brainstorming.


Literatur


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